Vor 60 Jahren riefen engagierte Menschen aus Politik, Kirchen und Gewerkschaften die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) ins Leben. Die juristische Gründungsversammlung am 21. März 1966 fand in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn statt – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zum ersten Präsidenten der DIG wurde der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerhard Jahn gewählt; Stellvertreter wurden der Theologe Rolf Rendtorff (SPD), der Bundestagsabgeordnete Ernst Benda (CDU) sowie der Gewerkschaftsbankier Walter Hesselbach (SPD). Bis zur öffentlichen Gründungsveranstaltung am 19. Mai 1966 in der West-Berliner Akademie der Künste diente Jahns Bundestagsbüro als provisorische Geschäftsstelle.
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1949–1965
Vorgeschichte:
Zwischen dem 50. und dem 60. Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen liegt ein Zeitraum, der zunächst fast vom „Business as usual“ bestimmt war: neue Präsidenten, Strukturdebatten, Jubiläen wie „70 Jahre Israel“ oder „100 Jahre Balfour-Deklaration“, gefolgt jedoch von der Corona-Epidemie und dem konsequenten Shutdown in Israel. Danach begannen zivilgesellschaftliche Proteste gegen die umstrittene Justizreform der israelischen Regierung.
Seit dem 7. Oktober 2023 ist Israel ein anderes Land. Die Welt gerät aus den Fugen und wird an vielen Orten für Israel und die Juden zum existenziellen Problem.
07/1949
Eugen Kogon
Aufruf des katholischen Intellektuellen Eugen Kogon zur „Wiedergutmachung“ und zur Aufnahme von Beziehungen zu Juden und Israel
03/1950
Hermann Maas
Erste Israel-Reise eines Deutschen, des protestantischen Zionisten Hermann Maas
08/1951
Frieden mit Israel
Initiative „Frieden mit Israel“ der Journalisten Erich Lüth und Rudolf Küstermeier
27/09/1951
Verpflichtung der Deutschen
Anerkennung der Verpflichtung der Deutschen zur materiellen Entschädigung gegenüber Israel und dem jüdischen Volk durch Bundeskanzler Konrad Adenauer
10/09/1952
Abkommen zur „Wiedergutmachung“
Unterzeichnung eines Abkommens zur „Wiedergutmachung“ zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland (Heskem HaShilumim) in Luxemburg
03/1953
Erich Lüth
Israel-Reise von Erich Lüth unter dem Pseudonym „Julius Bermann aus Antwerpen“
10/1954
Erste Israel-Reise zweier deutscher Jugendlicher
Erste Israel-Reise zweier deutscher Jugendlicher mit antifaschistischem Familienhintergrund (u. a. Eva Beling)
26/03/1957
Erich Ollenhauer
Erste öffentliche Ansprache eines Deutschen in Israel, des SPD-Vorsitzenden Erich Ollenhauer
28/06/1957
Gründungsversammlung
Gründungsversammlung der Deutsch-Israelischen Studiengruppe (DIS) an der FU Berlin
10/1957
Delegationsreise nach Kibbuzim
Erste Delegationsreise von SDS- und DIS-Studierenden nach Israel: Auftakt von Arbeitseinsätzen studentischer Gruppen in Kibbuzim
17/03/1957
Anne Frank-Gedenkfeier
Anne Frank-Gedenkfeier in Bergen-Belsen: Aufruf zur „Versöhnung“ an „die israelische Jugend“
12/1957
Verhandlung zwischen Franz-Josef Strauß und Shimon Peres
Geheime Verhandlungen und mündliche Absprachen im bayerischen Rott am Inn über gegenseitige Rüstungslieferungen zwischen Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß und Staatssekretär Shimon Peres („Panzer statt Diplomaten“)
30/04/1958
Aktion Sühnezeichen
Evangelisch-synodaler Aufruf zur Gründung von Aktion Sühnezeichen (AS) auf Initiative von Lothar Kreyssig
14/05/1959
Gründungsjubiläum
DIS-Festveranstaltung zum Gründungsjubiläum Israels im Audimax der FU Berlin
01/1960
Unterschriftensammlung gegen antisemitische Vorfälle
Mehr als 3.000 Unterschriften „gegen antisemitische Vorfälle“ und „für Freundschaft und Verständigung mit Juden und dem Staat Israel“, organisiert durch die Berliner DIS
14/03/1960
Grundstein für eine „unmögliche“ deutsch-israelische Freundschaft
Erstes Treffen von Konrad Adenauer und David Ben-Gurion im Hotel Waldorf Astoria in New York – Grundstein für eine „unmögliche“ deutsch-israelische Freundschaft
03/1960
jugendliche Arbeitseinsätze in Kibbuzim
Verstetigung jugendlicher Arbeitseinsätze in Kibbuzim; Auftakt deutsch-israelischer Wissenschaftskooperation und Beginn regelmäßiger Israel-Besuche
07/09/1961
Gründungsbeschluss
Gründungsbeschluss „Pro-Israel-Vereinigung zur Förderung des deutschen Beitrags zum Aufbaus Israels e.V.“
27/08/1962
Demonstration „Worauf warten wir?“
Demonstration für deutsch-israelische Beziehungen in West-Berlin: „Worauf warten wir?“
03/12/1963
Helmut Gollwitzer
Anregung zur Gründung einer „Deutsch-Israelischen Gesellschaft“ durch den West-Berliner evangelischen Theologen Helmut Gollwitzer
12/05/1965
Diplomatische Beziehungen
Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel
21/05/1965
Heinz Putzrath
Initiative zur Gründung einer DIG durch den Bonner SPD-Funktionär Heinz Putzrath
02/11/1965
Treffen zwecks Gründung einer DIG
Treffen von West-Berliner Aktivisten des Pro-Israel-Vereins zwecks Gründung einer DIG
03/12/1965
Koordinierungstreffen zur DIG-Gründung
Bundesweites Koordinierungstreffen zur DIG-Gründung in Bonn – Auftakt zur Erarbeitung einer Satzung
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1966–1975
Dekade 1: Gründungs- und Aufbaujahre
Nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel im Mai 1965 gelang es einer Reihe engagierter Israel-Aktivisten, die zumeist sozialdemokratischen und christlichen Milieus entstammten, Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Überzeugungen zusammenzubringen. Die Aktivistinnen und Aktivisten der ersten Stunde verband eine Verbundenheit mit dem zionistischen Aufbauwerk im jungen demokratischen Staat Israel, der sonstige Unterschiede in den Hintergrund treten ließ. Binnen weniger Jahre schufen sie eine weitgefächerte und kampagnenfähige „Freundschaftsliga“, die besonders während und nach dem Sechstagekrieg von 1967 eine große gesellschaftliche Resonanz erzielte. Überschattet wurden die hoffnungsfrohen Aufbau- und Kampagnenjahre ab 1973 von einem zunehmenden Ringen um den „richtigen“ israelpolitischen Kurs der Organisation.
21/03/1966
Nichtöffentliche Gründung der DIG
Nichtöffentliche juristische Gründung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Bonn
19/05/1966
Öffentliche Gründung der DIG
Öffentliche Gründungsversammlung der bundesweiten DIG in West-Berlin
01/06/1966
Jutta Maria Schuldt
Einstellung von „Fräulein Jutta-Maria Schuldt“ als erste DIG-Geschäftsführerin (1966–1968)
01/07/1966
Berliner Freiheit 26
Anmietung einer dauerhaften Bundesgeschäftsstelle in der „Berliner Freiheit 26“ in Bonn
01/02/1968
Jutta-Maria Schuldt’s Ablöse
Ablösung von Jutta-Maria Schuldt als Bundesgeschäftsführerin der DIG durch Reinhart Thyssen (1968–1970)
02/11/1966
AG der DIG
Gründung der bundesweit ersten Arbeitsgemeinschaft (AG) der DIG in West-Berlin
01/1967
deutsch-israelische Kulturwochen
Anregung zur Durchführung deutsch-israelischer Kulturwochen durch DIG-Präsident Gerhard Jahn
03/1967
Günter Grass‘ Besuch
Israel-Besuch des Schriftstellers Günter Grass mit Empfang durch Präsident Salman Schasar und Ministerpräsident Levi Eschkol
05/1967
Ablöse des DIG-Präsidenten
Ablösung von Gerhard Jahn als DIG-Präsident durch den CDU-Politiker und Verfassungsgerichtspräsidenten a. D. Dr. Ernst Benda (1967–1971)
06/1967
DIG Spendenaufruf
DIG-Spendenaufruf „Hilfe für Israel“ (3,3 Millionen DM)
09/1967
DIG Intervention
DIG Intervention zugunsten eines intensiveren bilateralen Jugendaustauschs
01/1968
DIG-AG 2
Zweite Gründung einer DIG-AG in Wiesbaden
01/1968
Mifgash
Gründung von „Mifgash“ (Begegnung), einer Vorläuferorganisation der Israelisch-Deutschen Gesellschaft
05/1968
Vereinszeitschrift
Einmalige Ausgabe einer Vereinszeitschrift „DIG-Informationen“ anlässlich des 20. Jahrestags der Gründung Israels
10/1968
Erster Workshop für deutsche Lehrkräfte
Erster von der DIG getragener Workshop für deutsche Lehrkräfte an der Hebräischen Universität in Jerusalem
01/1969
Wachstumskurs
DIG auf Wachstumskurs: 1.200 Mitglieder und 13 „örtliche Sektionen“
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Zweimonatszeitschrift „Emuna“
DIG als Mitherausgeberin der christlich-jüdischen Zweimonatszeitschrift „Emuna“ verantwortlich für eine achtseitige Beilage „Israel-Chronik“ mit Informationen über Israel, den Nahostkonflikt und die deutsch-israelischen Be-ziehungen.
09/06/1969
Ausschreitungen
Linksradikale Ausschreitungen gegen Israels Botschafter Asher Ben-Natan an der Frankfurter Universität
01/02/1971
Neuer Geschäftsführer Reiner Bernstein
Ablösung von Reinhart Thyssen als Bundesgeschäftsführer der DIG durch den Historiker Reiner Bernstein (1971–1977)
02/1971
Heft 1 „DIG-Informationen“
Herausgabe der quartalsweisen Ausgabe von Heft 1 der „DIG-Informationen“ als bundesweit vertriebene Vereinszeitschrift (bis 1990)
04/1971
deutsch-israelische Parlamentariergruppe
Gründung der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag
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Gründung IDG
Gründung der Partnerorganisation Israelisch-Deutsche Gesellschaft (IDG) in Tel Aviv
12/1971
DIG-Präsident Heinz Westphal
Ablösung von Ernst Benda als DIG-Präsident durch den SPD-Politiker Heinz Westphal (1971–1977)
01/03/1972
Hartwig Bierhoff
Einstellung des Journalisten Hartwig Bierhoff als DIG-Jugendbildungsreferent (1972–1979)
Selbstauflösung des Bundesverbandes Deutsch-Israelischer Studiengruppen aufgrund antizionistischer Tendenzen
1973
Gemischten Fachausschusses für den deutsch-israelischen Jugendaustausch
Gründung des „Gemischten Fachausschusses für den deutsch-israelischen Jugendaustausch“: aktive Mitwirkung der DIG
09/1972
DIG-Spendenkampagne
DIG-Spendenkampagne für israelische Terroropfer von München (110.000 DM)
07/10/1973
DIG-Spendenaufruf
DIG-Spendenaufruf „Hilfe für Israel“ (360.000 DM)
01/1975
Jerusalem Foundation
Gründung der „Jerusalem Foundation Deutschland e.V.“ zur Förderung des Zusammenlebens von Juden, Muslimen und Christen in Jerusalem
1975
deutsch-israelischer Lehrkräfte-Austausch
Informeller Beginn des deutsch-israelischen Lehrkräfte-Austauschs auf Initiative der Berliner DIG-AG
10/1975
Städtepartneschaft
Vereinbarung über erste deutsch-israelische Städtepartnerschaft (Andernach und Dimona)
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1976–1985
Dekade 2: Krise- und Neubesinnung
Zu Beginn der Dekade eskalierte der Richtungsstreit in der DIG um das Recht auf öffentliche Israelkritik, als der rechtskonservative Likud-Block erstmals einen Wahlsieg errungen hatte. Politische Konflikte, die mit menschlichen Spannungen einhergingen, führten 1977 zu einer Spaltung der Organisation. Nach der Trennung der rivalisierenden Flügel gelang ein personeller und struktureller Neuanfang – ehemalige Rivalen fanden zu einer pragmatischen Arbeitsbeziehung zurück. Die DIG begriff sich nach wie vor als eine überparteiliche Freundschaftsgesellschaft mit einem eigenständigen israelpolitischen Profil.
Inmitten dramatischer Veränderungen auf nahöstlicher Bühne, aber auch in den deutsch-israelischen Beziehungen musste sich jetzt wieder die alltägliche deutsch-israelische Beziehungspflege bewähren. Dabei bewies die DIG neue Kampagnenfähigkeit, entwickelte die Fähigkeit zur Bewältigung innerer und äußerer Krisen, legte Grundlagen für eine eigenständige Jugendarbeit und entwickelte Beziehungen zur israelischen Schwesterorganisation IDG sowie zu den Freundschaftsgesellschaften in Österreich und der Schweiz. 1985 war die Organisation auf 23 AGs und 2.300 Mitglieder angewachsen.
10/1976
Lehrkräfte- Austausch zwischen Berlin und Israel
Erstmaliges Abkommen über Lehrkräfte-Austausch zwischen Berlin und Israel
05/11/1976
11. Deutsch-israelische Konferenz
Heftige deutsche Israel-Debatte vor dem Hintergrund der Ersten Intifada · 11. Deutsch-Israelische Konferenz in Jerusalem unter Beteiligung von Parlamentariern beider Seiten: kontroverse Diskussionen in der israelischen Delegation über Folgen der Intifada
16/11/1976
Krisentreffen
Entspannungssignale bei Krisentreffen zwischen DIG-Präsidium und israelischem Botschafter
01/1977
Zerwürfnis
Zerwürfnis zwischen DIG-Vizepräsident Erik Blumenfeld und Präsident Heinz Westphal
03/1977
Konsensfindung im DIG-Präsidium
Versuch einer Konsensfindung im DIG-Präsidium durch gemeinsames Positionspapier
06/05/1977
Auflösung des Arbeitsvertrages von Reiner Bernstein
Auflösung des Arbeitsvertrags von DIG-Geschäftsführer Reiner Bernstein „im gegenseitigen Einvernehmen“ mit Präsidium und AG-Vorsitzenden
13/05/1977
Heinz Westphal’s Rücktritt
Rücktritt von Heinz Westphal und Wahl des CDU-Politikers Dr. h. c. Erik Blumenfeld zum DIG-Präsidenten
17/05/1977
Wahlsieg von Menachem Begin
Wahlsieg des israelischen Oppositionsführers Menachem Begin
15/06/1977
DIG-Austritt
DIG-Austritt einer Gruppe um Vizepräsident Rolf Rendtorff und Ex-Geschäftsführer Reiner Bernstein
20/06/1977
Menachem Begin als Ministerpräsident
Wahl von Menachem Begin zum israelischen Ministerpräsidenten
10/1977
Erste Deutsch-Israelische Konferenz zwischen IDG und DIG
Erste Deutsch-Israelische Konferenz der IDG mit der DIG in der israelischen Küstenstadt Netanya: Auftakt zu regelmäßigen bilateralen Fachkonferenzen
15/10/1977
Deutsch-Israelischen Arbeitskreises für Frieden im Nahen Osten e. V.
Gründung des „Deutsch-Israelischen Arbeitskreises für Frieden im Nahen Osten e. V.“ in Schwerte und Wahl von Rolf Rendtorff zum Vorsitzenden
01/08/1977
Erich Rotter als Geschäftsführer der DIG
Ablösung von Reiner Bernstein als Bundesgeschäftsführer der DIG durch den Journalisten Erich Rotter (1977–1980)
02/1978
Israelisch-Deutschen Parlamentariergruppe in der Knesset
Gründung der Israelisch-Deutschen Parlamentariergruppe in der Knesset unter ihrem ersten Vorsitzenden Moshe Meron von der Likud-Partei
09/1978
Erstes Symposium der DIG
Erstes Symposium der DIG mit der IDG in Bonn-Bad Godesberg
03/1979
DIG-Jugendbildungsreferent Hildegard Radhauer
Ablösung von Hartwig Bierhoff als DIG-Jugendbildungsreferent durch Hildegard Radhauer (1979–1984ff.)
03/1979
Israelisch-Ägyptischer Friedensvertrag
Israelisch-Ägyptischer Friedensvertrag von Camp David: Hoffnungen in der DIG auf einen dauerhaften Friedensprozess im Nahen Osten
06/1979
Abwehr einer „Abkühlung“
DIG-Abwehr einer „Abkühlung“ der deutsch-israelischen Beziehungen angesichts einer von Energie-Interessen geleiteten europäischen Israelkritik
10/1979
Gemeinsame Beratungen in Freiburg
Gemeinsame Beratungen deutschsprachiger Freundschaftsligen mit Israel (DIG, Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Gesellschaft Schweiz-Israel) in Freiburg
02/1980
Anzeigenaktion
Anzeigenaktion der DIG zum Botschafteraustausch Kairo/Tel Aviv
03/1980
Erik Blumenfeld
Ehrungen für DIG-Präsident Erik Blumenfeld: Erik Blumenfeld-Hain zum 65. Geburtstag und Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Ben-Gurion-Universität Beer Scheva
1980/1981
DIG-Fundraising-Kampagne
DIG-Fundraising-Kampagne zugunsten eines arabischen Gesundheitszentrums in Jerusalem (3,5 Mio. DM)
01/1981
Bundesgeschäftsführer Rudolf Horch
Ablösung von Erich Rotter als Bundesgeschäftsführer der DIG durch den Journalisten Rudolf Horch (1981–1984)
05/1981
Die Schmidt/Begin-Kontroverse
Die Schmidt/Begin-Kontroverse: Belastungen für die deutsch-israelischen Beziehungen und die DIG
06/1982
Frieden für Galiläa
Israels Militäroperation „Frieden für Galiläa“ gegen die PLO im Libanon: Unruhe in der DIG und Sorgen über das sich verschlechternde Israelbild in Deutschland
09/1982
Massaker in den Palästinenserlagern Sabra und Shatila
Christlich-libanesische Massaker in den Palästinenserlagern Sabra und Shatila in Hörweite israelischer Militärposten: Antiisraelische Proteste und DIG-Deeskalationsversuche
03/1983
Hohe Erwartungen an Helmut Kohl
Hohe Erwartungen in der DIG auf Ankündigung des neu gewählten Bundeskanzlers Helmut Kohl zur Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen
04/1983
DIG-Appell
DIG-Appell an Ministerpräsident Begin zum Pausieren bei Siedlungstätigkeit im Westjordanland zwecks Einbindung Jordaniens in den Camp David-Friedensprozess
1982/1983
Negative Auswirkungen des Libanonkrieges
Negative Auswirkungen des Libanonkrieges auf den deutsch-israelischen Jugendaustausch bei wachsender Neigung zu kontroversen Diskursen mit israelischen Partnern
08/1983
Faszinierendes Israel
DIG-Ausstellung „Faszinierendes Israel“ im Frankfurter Flughafen
12/1983
Arbeit der Bundesgeschäftsstelle
Kritische Befunde zur Arbeit der Bundesgeschäftsstelle nach Befragung von DIG-AGs
01/1984
Kohls Äußerung zur „Gnade der späten Geburt
Nach Bundeskanzler Kohls Äußerung zur „Gnade der späten Geburt“ bei erstem Staatsbesuch in Israel: Heftige Debatten über eine angemessene Aufarbeitung der Vergangenheit – innerhalb und außerhalb der DIG
01/1984
DIG-Mitgliedsbeitrag
Erhöhung des jährlichen DIG-Mitgliedsbeitrages von 50 auf 70 DM
02/1984
Bundesgeschäftsführerin Hildegard Radhauer
Ablösung von Rudolf Horch als Bundesgeschäftsführer der DIG durch die seit 1979 als DIG-Jugendbildungsreferentin amtierende Hildegard Radhauer (1984–2015)
02/1984
Jugendforum
Bildung einer DIG-Arbeitsgruppe „Jugendforum“
04/1984
Presseerklärung
Presseerklärung von DIG-Präsidium und Arbeitsgemeinschaften gegen erneut drohende deutsche Panzerlieferungen an Saudi-Arabien sowie gegen neo-nazistische und anti-jüdische Aktivitäten in der Bundesrepublik
11/1984
Wechsel von DIG-Mitgliederversammlungen
Wechsel von DIG-Mitgliederversammlungen zu Delegiertenhauptversammlungen für 23 Arbeitsgemeinschaften
12/1984
Empörung über GRÜNEN-Bundestagsfraktion
Empörung über Ablehnung von Gesprächen mit dem offiziellen Israel und über selbstherrliches Auftreten einer Israel-Delegation der GRÜNEN-Bundestagsfraktion
01/1985
Seminar der DIG-Arbeitsgemeinschaft
Seminar der DIG-Arbeitsgemeinschaft Weser-Ems mit GRÜNEN-Vertretern zwecks Förderung einer selbstkritischen Standortreflexion
04/1985
Erstes Jugendseminar
Erstes Jugendseminar der DIG in Bonn – Keimzelle des späteren Jugendforums
05/1985
Rede von Bundespräsident Richard von Weizsäcker
Rede von Bundespräsident Richard von Weizsäcker zur Beispiellosigkeit des Völkermordes an den Juden und zum 8. Mai als „Tag der Befreiung“ auch für die Deutschen: Positives Echo in Israel und in der DIG
05/1985
Appell an Helmut Kohl
Appell von DIG-Präsident Blumenfeld an Bundeskanzler Kohl zum Boykott des Pfingsttreffens der Schlesier in Hannover
10/1985
Richard von Weizsäcker’s erster Israelbesuch
Erster Israelbesuch eines amtierenden deutschen Staatsoberhaupts durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker
10/1985
Verleihung des Friedenspreises an Teddy Kollek
Aufgrund seiner engen Verbindung zur DIG (via Jerusalem Foundation) große Freude in der DIG über Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Jerusalems Bürgermeister Teddy Kollek
11/1985
9. Deutsch-Israelische Konferenz
9. Deutsch-Israelische Konferenz unter Beteiligung der Jugendforen in Israel sowie erstmaliger Vorschaltung einer bilateralen Jugendkonferenz
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1986–1995
Dekade 3: Zwischen Hoffen und Bangen
Die dritte Dekade stand im Zeichen von Konsolidierung und Krisenbewältigung. Angesichts nur mühsam überwundener Finanznöte besann sich die DIG auf die Kernanliegen ihrer Israel-Solidarität. Frischen Wind in die Organisation brachte die Gründung eines bundesweiten Jugendforums. Ende 1990 erschien erstmals eine Ausgabe der noch heute existierenden Mitgliederzeitschrift „DIGmagazin“.
Der Mauerfall von 1989 und die deutsche „Wiedervereinigung“ wirbelten die DIG gehörig auf. Eifrige Aktivistinnen und Aktivisten nutzten die Chance, Arbeitsgemeinschaften auch im Osten zu gründen. 1995 war die DIG an 44 Standorten vertreten und durchbrach kurz die Schallmauer von 5.000 Mitgliedern.
Der Osloer Friedensprozess zwischen Israel und der PLO schuf 1993 Raum für friedenspolitische Aktionsformen und Bündnisse, wie sie zuvor undenkbar gewesen waren. Als der Friedensprozess Ende 1995 immer mehr ins Schlingern geriet, ließen sich beherzte DIG-Mitglieder nicht davon abhalten, den unvollendet gebliebenen Weg des Friedens weiter zu unterstützen.
01/1986
Vereinbarung zwischen DIG und Jerusalem Foundation
Vereinbarung zwischen DIG und Jerusalem Foundation zur administrativen Betreuung ihrer deutschlandbezogenen Aktivitäten durch die DIG-Geschäftsstelle
03/1986
Forderung von Bernd Bedronka
Forderung von DIG-Jugend-Repräsentanten um Bernd Bedronka nach Zulassung vereinsähnlicher Doppelstrukturen unter dem Dach der DIG: präsidiumsseitige Ablehnung aus rechtlichen Gründen; im Gegenzug administrative und finanzielle Zusagen zwecks Unterstützung eigenständiger Seminare
05/1986
Selbstverständigungsdebatten
Antisemitische Vorfälle in der deutschen Gesellschaft: Selbstverständigungsdebatten innerhalb und außerhalb der DIG
05/1986
20-jähriges Bestehen der DIG
Feierstunde im Berliner Rathaus Schöneberg zum 20-jährigen Bestehen der DIG
11/1986
Antisemitismus als Mittel der Politik
Vortrag und Diskussion über „Antisemitismus als Mittel der Politik“ mit Herbart A. Strauss, Gründungsdirektor des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, im Rahmen der 10. Deutsch-Israelischen Konferenz: Beratung über die Lage der Juden in der Sowjetunion und Forderung nach Einhaltung europäischer Menschenrechtsstandards
04/1987
Chaim Herzog
Mit Chaim Herzog erstmaliger offizieller Besuch eines israelischen Staatspräsidenten in der Bundesrepublik – unter großer Anteilnahme auch in der DIG
04/1987
Eva Schreiber
Gründungsversammlung des bundesweiten Jugendforums (Jufo) in Köln mit der Wahl von Eva Schreiber zur ersten Vorsitzenden (1987–1989)
09/1987
Jitzchak Rabin
Mit Jitzchak Rabin erstmaliger Besuch eines israelischen Verteidigungsministers in Bonn: Austausch über Möglichkeiten der Rüstungskooperatio
09/1987
Jufo
Anwachsen des Jufos auf 50 Mitglieder und 150 „Interessenten“
10/1987
Reise einer Delegation
Reise einer Delegation der GRÜNEN-Bundestagsfraktion (Waltraud Schoppe, Otto Schily und Dietrich Wetzel) nach Israel – dieses Mal als „Lernende“ mit u. a. aus der DIG empfangenen Impulsen zu differenziertem Israel-Bild
11/1987
Jugendkonferenz in Beer Sheva
Erste deutsch-israelische Jugendkonferenz in Beer Sheva mit Unterstützung beider Mutterorganisationen (IDG und DIG)
1988
Strukturelle Finanzkrise
Milderung der strukturellen Finanzkrise der DIG durch Erbschaft aus Berliner Nachlass (80.000 DM)
03/1988
Erste Intifada
Heftige deutsche Israel-Debatte vor dem Hintergrund der Ersten Intifada
03/1988
11. Deutsch-Israelische Konferenz
11. Deutsch-Israelische Konferenz in Jerusalem unter Beteiligung von Parlamentariern beider Seiten: kontroverse Diskussionen in der israelischen Delegation über Folgen der Intifada
04/1988
Plädoyer von Erik Blumenfeld
Plädoyer von DIG-Präsident Erik Blumenfeld für friedenspolitische Profilierung der DIG und ihrer AGs
04/1988
bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
DIG-Presseerklärung zu bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit Empfehlung zur Nutzung „israelischer Potenziale in der Hochtechnologie“
08/1988
Hermann Hermes
Beginn der Kooperation mit Israel-Journal-Verleger Hermann Hermes in Warburg: Herausgabe der DIG-Informationen als zweifarbige bebilderte Einleger
11/1988
Gedenken an den Novemberpogrom 1938
Erstmalige Einladung von Repräsentanten Israels (u. a. den aus Dresden stammenden Ex- Innen- und Religionsminister Josef Burg) durch die DDR-Regierung zum Gedenken an den Novemberpogrom 1938
04/1989
12. Deutsch-Israelische Konferenz in Mainz
12. Deutsch-Israelische Konferenz in Mainz unter erstmaliger Beteiligung eines Likud-Abgeordneten (Michael Kleiner): Besorgnis über „Fremdenfeindlichkeit mit einem Trend zum Rassismus“ in der Bundesrepublik und Warnung auch vor „antisemitischen und antiisraelischen Tendenzen am linken Rand des Spektrums“
05/1989
Jufo Seminar
Erstes Jufo-Seminar unter Einbeziehung eines palästinensischen Vertreters (Mohamed Nazzal, PLO-Vertretung in Bonn)
05/1989
Simone-Fischer-Hübner
Ablösung von Eva Schreiber als Jufo-Vorsitzende durch Simone-Fischer-Hübner (1989–1994)
01/1989
Einrichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks
Erstmalige Beratung im DIG-Präsidium über die Einrichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks nach französischem und polnischem Modell
12/1989
AGs in der DDR
Erste vereinsinterne Überlegungen zur Gründung von AGs in der DDR
03/1990
Lothar de Maiziére
Brief des DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziére an den israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Shamir zur Anerkennung der Verantwortung der DDR für ihre humanitäre Verpflichtung gegenüber den Überlebenden des jüdischen Volkes
04/1990
Gesellschaft DDR-Israel
Gründung einer „Gesellschaft DDR-Israel“ in Ost-Berlin
04/1990
Plädoyer für Freundschaft
Plädoyer für Freundschaft eines vereinten Deutschlands mit Israel durch Bundeskanzler Helmut Kohl („Beide Länder sind den gleichen, auf Demokratie und Recht beruhenden Werten der westlichen Welt verpflichtet.“)
04/1990
Bitte um Verzeihung
Bitte der frei gewählten DDR-Volkskammer um „Verzeihung für Heuchelei und Feindseligkeit der offiziellen Politik gegenüber dem Staat Israel und für die Verfolgung und Entwürdigung jüdischer Mitbürger auch nach 1945 in unserem Land“
05/1990
13. Deutsch-Israelische Konferenz
13. Deutsch-Israelische Konferenz in Herzliya unter erstmaliger Beteiligung von Teilnehmenden aus der DDR und des Jugendforums: Beratungen über Perspektiven der Friedensbemühungen im Nahen Osten und Auswirkungen der deutschen Vereinigung auf die deutsch-israelischen Beziehungen
11/1990
Gesellschaft DDR-Israel
Resolution der „Gesellschaft DDR-Israel“ gegen „neofaschistische Gruppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR“
11/1990
Mitgliederbeschluss
Mitgliederbeschluss der „Gesellschaft DDR-Israel“ zur Selbstauflösung und zum DIG-Eintritt ihrer Mitglieder mit Wirkung zum 1. Januar 1991
12/1990
DIGmagazin
Erstausgabe des DIGmagazins; zugleich Ablösung der seit 1968 erscheinenden DIG-Informationen
12/1990
Jufo
Anwachsen des Jufos auf 416 junge Menschen
01/1991
DIG-Solidaritätsbesuch
DIG-Solidaritätsbesuch in Israel mitten im Raketenhagel des Golfkriegs – mit Gesprächen und Begegnungen in Jerusalem, Tel Aviv und Haifa
01/1991
Ostdeutsche AGs
Gründung der ersten ostdeutschen AGs in Dresden und Rostock
03/1991
Hans Koschnik
Ablösung des langjährigen DIG-Präsidenten Erik Blumenfeld durch den SPD-Politiker Dr. h. c. Hans Koschnick (1991–1994)
03/1991
Konrad Weiß
Wahl des Bürgerrechtlers und GRÜNEN-Politikers Konrad Weiß zum ersten ostdeutschen DIG-Vizepräsidenten
03/1991
DIG-Mitglieder
3.500 DIG-Mitglieder in 37 Arbeitsgemeinschaften
03/1991
Repräsentanz des DIG Jugendforums
Erstmalige Repräsentanz des DIG Jugendforums im Geschäftsführenden Präsidium
06/1991
DIG und DAG
Beginn eines Dialogs zwischen DIG und Deutsch-Arabischer Gesellschaft (DAG) angesichts zarter Entspannungssignale im Nahen Osten
09/1991
Konsul Mordechai Levi
Eröffnung eines israelischen Konsulats in Berlin unter Konsul Mordechai Levi: Auftrieb für die DIG-AGs in den östlichen Bundesländern
10/1991
14. Deutsch-Israelische Konferenz
14. Deutsch-Israelische Konferenz in Berlin mit Diskussionen über die Einwanderung russischer Juden, Friedensperspektiven im Nahen Osten, Folgen der Wiedervereinigung und über den Golfkrieg und die deutsch-israelischen Beziehungen
10/1991
Konsul Mordechai Levi
Israel-Reise einer Delegation des DIG-Jugendforums aus Ost- und Westdeutschland
01/1992
50. Jahrestag der Wannsee-Konferenz
Gedenken an 50. Jahrestag der Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942 durch die DIG-Hauptversammlung
01/1992
jährlicher DIG-Mitgliedsbeitrag
Erhöhung des jährlichen DIG-Mitgliedsbeitrages von 50 auf 70 DM
04/1992
Beteiligung an DIAK-Protestkundgebung
Beteiligung der DIG an DIAK-Protestkundgebung gegen antiisraelischen Mordaufruf von Ayatollah Ali Chamenei vor der iranischen Botschaft in Bonn
12/1992
Gemeinsame Erklärung –DAG und DIG
Erste gemeinsame Erklärung von DAG und DIG mit dem Ziel, ausländerfeindlichen Entwicklungen entgegenzutreten
01/1993
Gemeinsame Presseerklärung – DIG und DIG
Gemeinsame Presseerklärung von DIG und DAG zur Aufnahme israelisch-palästinensischer Geheimverhandlungen
05/1993
15. Deutsch-Israelische Konferenz
15. Deutsch-Israelische Konferenz über Friedensperspektiven im Nahen Osten, deutsch-israelische Beziehungen, Rechtsextremismus und Gewalt im vereinten Deutschland
10/1993
10. Deutsch-Israelische Jugendkonferenz
10. Deutsch-Israelische Jugendkonferenz, kurz nach Unterzeichnung der israelisch-palästinensischen Prinzipienerklärung
11/1993
Avi Primor
Ablösung von Benjamin Navon als Botschafter Israels in Deutschland durch Avi Primor und spontane Teilnahme Primors an Hauptversammlung der DIG
01/1994
Friedensfest
„Friedensfest“ des DIG-Jugendforums mit dem DIAK und der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft (DPG) in Köln mit mehr als 200 Gästen
01/1994
Claudia Hermes
Ablösung von Simone-Fischer-Hübner als Jufo-Vorsitzende durch Claudia Hermes (1994–1996)
08/1994
mildes Urteil des Mannheimer Landgerichts
Kritik der DIG an mildem Urteil des Mannheimer Landgerichts gegen den NPD-Vorsitzenden Deckert wegen Volksverhetzung und Aufstachelung zum Rassenhass
11/1994
Manfred Lahnstein
Ablösung von Hans Koschnick als DIG-Präsident durch den SPD-Politiker und Bundesminister a. D. Prof. Dres. h. c. Manfred Lahnstein
03/1995
Midgliederschaft DIG
Mehr als 5.000 Mitglieder in 44 Arbeitsgemeinschaften, davon acht in den neuen Bundesländern
05/1995
DIG-Symposium
DIG-Symposion „30 Jahre deutsch-israelische Beziehungen“ im Haus der Geschichte in Bonn
05/1995
16. Deutsch-Israelische Konferenz
16. Deutsch-Israelische Konferenz in Köln unter Beteiligung deutscher und israelischer Vertreter/-innen des Jugendforums: Austausch über das deutsch-israelische Verhältnis, den Friedensprozess, die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen sowie die Belange der jungen Generation
09/1995
Die ‚Jeckes‘ in Israel
Vielbeachtete Wanderausstellung „Die ‚Jeckes‘ in Israel“ im Bonner Museum König
09/1995
Zuspitzung zwischen deutschen und israelischen Jufo-Mitgliedern
Krisenhafte Zuspitzung von Spannungen zwischen deutschen und israelischen Jufo-Mitgliedern während einer Delegationsreise in Jerusalem
11/1995
Jitzchak Rabin
Beisetzung des ermordeten Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin in Jerusalem in Anwesenheit der deutschen Staatsspitze – Bundespräsident, Bundeskanzler, Bundestagspräsidentin – sowie des DIG-Präsidenten Johannes Gerster
12/1995
Jitzchak Rabin-Gedenk- und Benefizkonzert
Planungen der Berliner DIG-AG für ein Jitzchak Rabin-Gedenk- und Benefizkonzert zum 30-jährigen Bestehen der DIG im März 1996
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1996–2005
Dekade 4: Bewährungsjahre
Der Niedergang des nahöstlichen Friedensprozesses, der Ausbruch der Zweiten Intifada und eine zunehmend israelfeindliche Stimmungslage setzten der DIG zu Beginn ihrer vierten Dekade hart zu. Angesichts antisemitischer Begleitumstände rief das Präsidium die Medien zu einer fairen Berichterstattung auf. Ohne sich in pauschaler Medienschelte und unkritischem Lobbyismus zu verlieren, konfrontierten ehrenamtliche Aktivistinnen und Aktivisten die Öffentlichkeit mit Interventionen und faktenbasierten Informationsveranstaltungen. Ende 1998 verlegte die DIG ihre Bundesgeschäftsstelle von Bonn nach Berlin. 2001 verlieh die Freundschaftsgesellschaft zum ersten Mal den „Friedenspreis der DIG“; 2003 rief die DIG-AG Hannover den „Theodor-Lessing-Preis für aufklärerisches Denken und Handeln“ ins Leben.
Ungeachtet aller Herausforderungen blieb die DIG auch in dieser Dekade von inneren Krisen nicht verschont. So zerbrach 1996 aufgrund politisch-persönlicher Querelen das Jugendforum; es konnte aber bald wieder in konstruktive Bahnen zurückgeführt werden – und mit neuem Elan Vortragsveranstaltungen, Seminare und Sommerlager realisieren. Auslandaktivitäten, insbesondere die Beziehungen zur IDG, musste die DIG aus organisatorischen und finanziellen Gründen vernachlässigen; Hoffnungen auf eine Verjüngung und Verbreiterung der bilateralen Beziehungen ließen sich einstweilen nicht einlösen. Der Mitgliederbestand stagnierte Ende 2005 bei 4.800 Mitgliedern in 44 Arbeitsgemeinschaften.
2004 gelang es der Bundes-DIG, ihre Website freizuschalten, nachdem das Jugendforum und einzelne AGs bereits eigene Online-Auftritte auf den Weg gebracht hatten. Seit dem Frühsommer 2005 präsentiert sich das DIGmagazin im Vierfarbdruck. Professionalisierung, Koordinierung und Aktualisierung erwiesen sich als bleibende Aufgabe der DIG-Öffentlichkeitsarbeit.
01/1996
DIGmagazin
Beginn des regelmäßigen Abdrucks mehrseitiger Beihefter der „Jerusalem Foundation Deutschland e. V.“ in Folgeausgaben des DIGmagazins
31/03/1996
Jitzchak Rabin-Gedenk- und Benefizkonzert
Erstmaliges Jitzchak Rabin-Gedenk- und Benefizkonzert in Berlin
06/1996
Abwahl Claudia Hermes
Rechtlich umstrittene Abwahl der Jufo-Vorsitzenden Claudia Hermes (1994–1996) auf der Mitgliederversammlung in Augsburg
09/1996
Christine Mähler
Jufo-Reorganisation und Wahl von Christine Mähler zur Jufo Vorsitzenden (1996–2001) auf außerordentlicher Mitgliederversammlung in Bremen
09/1996
Benjamin Netanyahu
Erstmaliger Deutschland-Besuch von Benjamin Netanyahu als Ministerpräsident
10/1996
DIG-Wachstum
DIG-Wachstum auf 4.800 persönliche und korporative Mitglieder
11/1996
DIG-Hauptversammlung
Beschluss der DIG-Hauptversammlung auf Anhebung des Delegiertenschlüssels auf 1:50 und auf bundesweite Angleichung der Beitragssätze
12/1996
Manfred Lahnstein
Pessimistische Einschätzung von DIG-Präsident Manfred Lahnstein zum weiteren Friedensprozess
12/1996
DIGmagazin
Erstmaliger Abdruck von Farbfotos im DIGmagazin
1997
IDG/DIG-Jahreskonferenz
Verschiebung der in Israel geplanten IDG/DIG-Jahreskonferenz infolge bilateraler Spannungen
1997
Buber-Rosenzweig-Medaille
Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille durch den Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit an den ehem. DIG-Präsidenten und EU-Administrator für Mostar in Bosnien-Herzegowina Hans Koschnick (03/1997) und der Ehrendoktorwürde durch die Universität Haifa (05/1997)
09/1997
Delegationsreise
Delegationsreise des Jugendforums nach Israel mit irritierenden Einblicken in die israelische Friedensbewegung, die Siedlerbewegung sowie eine gewaltfreie palästinensische Organisation
03/1998
Verhandlungen mit Jassir Arafat
Bei erneutem Deutschland-Besuch von Ministerpräsident Netanyahu Ankündigung von Verhandlungen mit Palästinenserpräsident Yassir Arafat über eine endgültige Friedenslösung („Landrückgabe gegen Terror-Bekämpfung“)
14/05/1998
50 Jahre Israel
DIG-Symposium „50 Jahre Israel“ mit prominenten Expertinnen und Experten im Deutschen Bundestag (Wasserwerk) in Bonn
05/1998
Verhandlungen mit Jassir Arafat
Mehrtägige israelisch-deutsche Konferenz (IDG/DIG) mit Abgeordneten der Knesset im Kibbuz Ramat Rachel
11/1998
DIG-AG Bonn
Erfolgreicher Hauptversammlungsantrag der DIG-AG Bonn auf Auslobung eines jüdisch-arabischen Friedenspreises
12/1998
Umzug nach Berlin
Umzug der DIG-Bundesgeschäftsstelle von Bonn nach Berlin
12/1998
DIG-Wachstum
DIG-Wachstum auf 4.971 Mitglieder
07/1999
Umzug nach Berlin
Umzug der Botschaft des Staates Israel von Bonn nach Berlin
08/1999
deutsch-israelisches Sommerlager
Erstmaliges deutsch-israelisches Sommerlager von Jufo und Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste in Berlin und Jerusalem
09/1999
DIG-Regionalkonferenz
Ostdeutsche DIG-Regionalkonferenz in Berlin
09/1999
DIG-Friedenspreises
Kickoff des Kuratoriums zur Ausgestaltung des DIG-Friedenspreises
10/1999
DIG-Internet-Präsenz
Beschluss von Präsidium und Arbeitsgemeinschaften zur DIG-Internet-Präsenz
07/2000
Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
Gründung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ durch Bundesregierung und 6.000 deutschen Unternehmen
2001/2002
Spendeneinbruch
Spendeneinbruch bei der DIG infolge der Zweiten Intifada
05/2001
DIG-Friedenspreis
Verleihung des ersten DIG-Friedenspreises im Berliner Reichstag an das Young Leadership-Programm des Jüdisch-Arabischen Zentrums Beit Hagefen
06/2001
Manfred Lahnstein
Wahl von DIG-Präsident Manfred Lahnstein zum Vorsitzenden des Board of Governors der Universität Haifa
09/2001
Christine Mähler
Ablösung von Christine Mähler als Jufo-Vorsitzende durch Almuth Wagner-Davidsmeyer (2001–2005)
10/2001
ConAct
Gründung des „Koordinierungszentrums Deutsch-Israelischer Jugendaustausch“ (ConAct) unter Leitung von Christine Mähler in der Lutherstadt Wittenberg
01/2002
Kritik an Ariel Sharon
Harsche Kritik von DIG-Präsident Manfred Lahnstein an der Politik der Regierung von Ariel Sharon via Botschafter Shimon Stein
04/2002
Shimon Stein
Appell von Botschafter Shimon Stein an die Vorstände und Mitglieder der DIG-AGs zu mehr Solidarität mit dem vom Intifada-Terror heimgesuchten Israel
06/2002
Israel-Solidaritätsreise
Israel-Solidaritätsreise einer Delegation des DIG- Präsidiums unter Leitung des Berliner AG-Vorsitzenden Jochen Feilcke und der Hamburger AG-Vorsitzenden Waltraud Rubien
10/2002
Kommission Öffentlichkeitsarbeit
Einberufung der „Kommission Öffentlichkeitsarbeit“ durch die DIG-Hauptversammlung. Ziel: Forcierung und Professionalisierung der DIG-Medienarbeit
11/2002
Manfred Lahnstein
Appell von DIG-Präsident Lahnstein zu fairer Medienberichterstattung über Israel
01/2003
Relaunch DIGmagazin
Relaunch des DIGmagazins mit großzügiger weiß-blauer Seitengestaltung
01/2003
Manfred Lahnstein
Kritik von DIG-Präsident Manfred Lahnstein an Ministerpräsident Ariel Sharons Äußerung, die Friedenspläne des „Quartetts“ (UNO, USA, EU, Russland) seien „nicht ernst zu nehmen“
10/2003
Renaissance der Dreiländerkonferenzen
Renaissance der Dreiländerkonferenzen: Nach langjähriger Pause Treffen von Präsidiumsmitgliedern der israelbezogenen Gesellschaften der Schweiz, Österreichs und Deutschlands in München
04/2003
DIG-Friedenspreises
Verleihung des zweiten DIG-Friedenspreises im Berliner Reichstag an die Friedensschule in Neve Schalom/ Wahat al Salam
11/2003
DIG-Jugendforum
Herbstseminar des DIG-Jugendforums in Kooperation mit dem American Jewish Committee (AJC) über die amerikanisch-israelischen Beziehungen
01/2004
DIG-Website
Freischaltung der DIG-Website
07/2004
DIG-Jugendforum
Seminar des DIG-Jugendforums über die israelischen Siedlungen im Gazastreifen und dem Westjordanland
02/2005
Für Israel – Gegen Antisemitismus!
Erklärung des DIG-Präsidiums „Für Israel – Gegen Antisemitismus!“
03–05/2005
Deutsch-jüdisch-arabische Jugend-Austauschwochen
Fünfte deutsch-jüdisch-arabische Jugend-Austauschwochen der DIG-AG Bonn in Israel und Deutschland
05/2005
Hannes Greiling
Ablösung von Almuth Wagner-Davidsmeyer als Jufo-Vorsitzende durch Hannes Greiling (2005–2007)
31/05/2005
40. Jahrestag
Gartenfest zum 40. Jahrestag der deutsch-israelischen Beziehungen unter Beteiligung der DIG-AG Berlin und des Jufos
06/2005
DIGmagazin
Beginn der regelmäßigen Herausgabe des DIGmagazins im Vierfarbdruck (ab Ausgabe Nr. 2, Juni/Juli 2005)
14/11/2005
Rabin-Gedenkkonzert
Mehr als 1.000 Gäste beim Rabin-Gedenkkonzert der DIG Berlin mit der israelischen Sängerin und Weltstar Chava Alberstein – mit Konzerterlös von 5.000 Euro für das deutsch-israelische Sommerlager der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste und des DIG-Jugendforums
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2006–2015
Dekade 5: Polarisierungsjahre
Die fünfte Dekade war eine Zeit extremer Disruptionen: Nacheinander von drei Präsidenten gesteuert, erfreute sich die DIG spektakulärer Erfolge, durchlebte aber auch heftige Erschütterungen.
2008, im Jahr des 60. Geburtstags Israels, entfaltete die Freundschaftsgesellschaft zusammen mit ihren Arbeitsgemeinschaften mehr als 500 öffentlichkeitswirksame Jubiläumsaktivitäten. Ab 2009 erfuhr das DIGmagazin eine arbeitsorganisatorische Umstrukturierung; zudem wurde die Website relauncht und mit den Arbeitsgemeinschaften verzahnt. Das Präsidium verkleinerte sich ab 2013 und schaffte seine „geschäftsführende“ Variante ab. 2013 setzte die DIG mit der deutsch-israelischen Kooperation „White City“ ein Leuchtturmprojekt zur Rettung tausender Bauhaus-Objekte in Tel Aviv auf; 2015 folgte die prestigeträchtige Wanderausstellung „Israelis & Deutsche“, die in Israel mehr Beachtung finden sollte als in Deutschland. Zudem gelang es der DIG, ihre internationalen Kontakte, insbesondere zur IDG, aufzufrischen; 2015 war sie an der Gründung der „European Alliance for Israel“ beteiligt.
Durch Raketenangriffe der Hamas ausgelöste kriegerische Auseinandersetzungen mit Israel führten erneut zu antisemitischen Reaktionen in der Öffentlichkeit. Als Initiatorin israelsolidarischer Veranstaltungen blieb die DIG vom zunehmend israelpolitisch vereisten Klima nicht verschont und suchte den Schulterschluss mit potenziellen Bündnispartnern.
Aufgrund interner Missstände geriet das Jugendforum 2009 kurzzeitig ins Abseits, konnte sich als „Junges Forum“ aber bald wieder neu aufstellen. Mit innovativen Formaten gelang es den Aktivistinnen und Aktivisten, junge Menschen über den DIG-Radius hinaus anzusprechen.
Ein anhaltender israelpolitischer Richtungsstreit überschattete die Performance der DIG und führte zu allerlei Verwerfungen. Zwar erfreute sich die DIG seit 2012 einer institutionellen Förderung durch das Auswärtige Amt; doch ob die Zuwendungen der DIG angesichts komplexer bürokratischer Auflagen mehr Segen oder Fluch einbrachten, war höchst umstritten. Obwohl es der DIG am Ende der Dekade gelang, die Schwelle von bundesweit 5.000 Mitgliedern dauerhaft zu überschreiten, entging sie im Schicksalsjahr 2015 mit ihren 50 Arbeitsgemeinschaften nur knapp der Selbstauflösung. Mit vereinten Kräften gelang es der Organisation, durch einen strukturellen Umbau einen Weg aus der Krise zu finden.
01/2006
Finanzhilfen Palästina
Kontroverse in der deutschen Politik, ob nach dem Wahlsieg der radikal-islamischen Hamas Finanzhilfen für die Palästinenser noch verantwortbar sind
02/2006
Leipziger Jugenforum
Umstrittener Aufruf des Leipziger Jugendforums, die iranische Mannschaft von der Fußballweltmeisterschaft auszuschließen
03/2006
Boykott der Teheraner
Geteiltes Echo auf den Aufruf der Berliner DIG-AG an den Direktor der Frankfurter Buchmesse zum Boykott der Teheraner
05/2006
Hellmut Königshaus
Umstrittener Empfang des der Hamas angehörenden palästinensischen Ministers für Flüchtlingsangelegenheiten zu einem „privaten, inoffiziellen Gedankenaustausch“ durch einen SPD- und zwei FDP-Bundestagsabgeordnete, darunter dem späteren DIG-Präsidenten Hellmut Königshaus (2015–2019)
06/2006
Fußball-WM in Deutschland
Freude in Israel über die Fußball-WM in Deutschland: „Hauptsächlich aber haben wir uns wegen des Fußballs in Deutschland verliebt“ (Sport-Korrespondent Zeev Avrahami in der Zeitung Ha’aretz).
07/2006
Angriff der Hisbollah
Nach Angriff der libanesisch-schiitischen Terrororganisation Hisbollah auf Nord-Israel spontane Solidaritätsreise einer sechsköpfigen Delegation aus DIG und Deutsch-Israelischer Parlamentariergruppe
07–08/2006
Solidaritätskundgebungen
Solidaritätskundgebungen der DIG für Israel in verschiedenen deutschen Städten
09/2006
Stabilisierung des Waffenstillstands
Bundestagsbeschluss zur Beteiligung der deutschen Marine an der Überwachung der libanesischen Küste als Teil der UN-Friedensmission zur Stabilisierung des Waffenstillstands zwischen der Hisbollah und Israel
11/2006
Dr. h. c. Johannes Gerster
Ablösung des langjährigen DIG-Präsidenten Prof. Dres. h.c. Manfred Lahnstein (SPD) durch den CDU-Politiker Dr. h. c. Johannes Gerster (2006–2010)
01/2007
Finanzierungsausbau
Nach Beendigung der Zwangsarbeiter-Entschädigungen durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ Ausbau der Finanzierung von Zukunftsprojekten, darunter deutsch-israelische Vorhaben
03/2007
Top-Negativliste
Israel nach einer BBC-Umfrage auf Top-Negativliste auf der Skala der am wenigsten gemochten Staaten der Welt – allein in Deutschland nehmen 77 Prozent aller Befragten Israel als „negativ“ wahr.
06/2007
Stefan Hensel
Umstrittene Ablösung des Jufo-Vorsitzenden Hannes Greiling durch Stefan Hensel (2007–2009)
02/2008
Angela Merkel
Bei Besuch von Premierminister Ehud Olmert in Berlin Lob für Bundeskanzlerin Angela Merkel „für ihre tiefe Verbundenheit mit dem israelischen Volk“ und Warnungen vor der Achse Hamas/Iran
02/2008
Avi Primor
Ablösung von Asher Ben-Natan als IDG-Präsident durch Ex-Botschafter Avi Primor (2008–2011)
03/2008
Jubiläumsausgabe des DIGmagazins
Umstrittene Laudatio von DIG-Vizepräsidentin Marieluise Beck in der Jubiläumsausgabe des DIGmagazins (Nr. 1, März 2008) zum 60. Gründungsjahr Israels
17/03/2008
deutsch-israelische Regierungskonsultationen
Auftakt der ersten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen
18/03/2008
Rede von Angela Merkel
Historische Staatsräson-Rede von Angela Merkel vor der Knesset im Rahmen ihrer dritten Israel-Reise als Bundeskanzlerin
26/03/2008
Johannes Gerster und Angela Merkel
Appell von DIG-Präsident Johannes Gerster an Bundeskanzlerin Merkel und Bildungsministerin Annette Schavan, den Aufbau von Zentren für Israelforschung in Deutschland auf den Weg zu bringen
14/05/2008
60. Gründungsjubiläum
Festakt der DIG zum 60. Gründungsjubiläum Israels in der Frankfurter Paulskirche – gemeinsam mit dem Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und dem Zentralrat der Juden in Deutschland
05/2008
Verantwortungsmüdigkeit
Wachsende Verantwortungsmüdigkeit der Deutschen (53 Prozent versus 40 Prozent der Befragten) gegenüber Israel laut einer ZDF-Umfrage
08/2008
Begegnungsreise
Neunte Begegnungsreise im deutsch-jüdisch-arabischen Projekt der DIG-AG Bonn
02/11/2008
Zehn-Punkte-Forderungskatalog
Appell zur „Schaffung der Stelle eines Bundesbeauftragten für die Bekämpfung des Antisemitismus“ im Zehn-Punkte-Forderungskatalog der Potsdamer Erklärung der DIG-Hauptversammlung „Wehret den Anfängen – gegen Antisemitismus!“
02/11/2008
DIGmagazin
Resolution der Hauptversammlung gegen „Personenkult“ im DIGmagazin
11/01/2009
Proisraelischer Autokorso
Proisraelischer Autokorso der DIG Frankfurt in Kooperation mit Honestly Concerned
03/2009
Jufo
Nach monatelanger Krise Rücktritt des Jufo-Bundesvorstandes
06/2009
DIGmagazin
Erstmalige Erstellung des DIGmagazins (Nr. 2, Juni) mit Unterstützung eines DIG-internen Redaktionsteams
08/2009
Benjamin Netanjahu und Johannes Gerster
Interne Debatten nach Kritik an Ministerpräsident Benjamin Netanjahus Konzept eines „entmilitarisierten“ Palästinenserstaates durch DIG-Präsident Johannes Gerster
27/01/2010
Internationaler Holocaust-Gedenktag
Rede von Israels Präsident Shimon Peres vor dem Deutschen Bundestag anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages
05/2010
Johannes Gerster
Präsident Johannes Gerster: Hoffen auf ein „Finanzwunder“ inmitten wirtschaftlicher Notlage der DIG
31/05/2010
DIG-Friedenspreis
Verleihung des DIG-Friedenspreises an eine jüdische und eine arabische Schule in Israel, die Partnerschaften mit Schulen im Bonner Raum pflegen
06/2010
Dirk Niebels
Eklat um Entwicklungshilfeminister und DIG-Vizepräsident Dirk Niebels Einreiseverweigerung in den Gazastreifen
01/07/2010
Einstimmige Bundestagsresolution
Einstimmige Bundestagsresolution für eine Aufhebung der „völkerrechtswidrigen“ Blockade des Gazastreifens durch Israel – auch mit den Stimmen der dem DIG-Präsidium angehörenden Bundestagsabgeordneten
10/10/2010
Reinhold Robbe
Ablösung des DIG-Präsidenten Dr. h. c. Johannes Gerster (CDU) durch den SPD-Politiker Reinhold Robbe (2010–2015)
10/10/2010
brachialer Umstrukturierungsversuch
Positionierung der DIG-Hauptversammlung gegen einen brachialen Umstrukturierungsversuch
10/10/2010
Junges Forum
Neuanfang der DIG-Jugendarbeit („Junges Forum“) durch Initiative von Lukas Welz (2010–2015) im Rahmen eines Konzeptionsseminars in Weimar
01/2011
Grischa Alroi-Arloser
Ablösung von Ex-Botschafter Avi Primor als IDG-Präsident durch Grischa Alroi-Arloser, Leiter der Israelisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer
07/2011
Angela Merkel
Charakterisierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel als „beliebteste EU-Politikerin in Israel“ nach Umfrage der Ben-Gurion-Universität Beer Sheva
09/2011
Zwischenzeilen
Auftakt zum wöchentlichen Versand des israelbezogenen Newsletters „Zwischenzeilen“ der Gesellschaft Israel-Schweiz an 2.000 Multiplikatoren inner- und außerhalb der DIG (bis 2017)
12/2011
Förderung der DIG
Ankündigung einer jährlichen institutionellen Förderung der DIG durch das Auswärtige Amt
04/2012
DIG-Hauptversammlung
Beschluss einer außerordentlichen DIG-Hauptversammlung zur „Verschlankung“ des Präsidiums auf maximal 14 Mitglieder bei gleichzeitiger Abschaffung des Geschäftsführenden Präsidiums
05/2012
Joachim Gaucks
Positives Echo auf Bundespräsident Joachim Gaucks Staatsbesuch in der israelischen Öffentlichkeit trotz Kritik an israelischer Siedlungspolitik und vorsichtiger Distanzierung vom Bekenntnis zur Sicherheit Israels als Teil der deutschen „Staatsräson“
06/2012
Asher Ben-Natan
Neubegründung der Tel Aviver Asher Ben-Natan-Konferenz als regelmäßige Austausch- und Diskussionsplattform von IDG und DIG anlässlich des 91. Geburtstags des Namensgebers, Ex-Botschafter Asher Ben-Natan
06/2012
DIG-Website
Relaunch der DIG-Website, bei der die AGs im Kontext der Hauptseite eigene Internetseiten im neuen Design anlegen lassen und spezifische Inhalte einpflegen können
06/2012
DIG-Logo
Freigabe des bis heute gültigen Logos der DIG
12/07/2012
Meggie Jahn
Trauer um die viel zu früh verstorbene Bonner und Berliner Jufo- und DIG-Aktivistin Meggie Jahn
09/2012
White City
Initiative von DIG-Präsident Reinhold Robbe zur Rettung historischer Bauhaus-Objekte in Tel Aviv im Rahmen des deutsch-israelischen Kooperationsprojekts „White City“
10/2012
DIG-Hauptversammlung
Solidaritätserklärung der DIG-Hauptversammlung mit der jüdischen Gemeinschaft angesichts einer antisemitisch gefärbten Beschneidungsdebatte im öffentlichen Diskurs
10/2012
BDS-Kampagne
Resolution der Hauptversammlung gegen den Boykott Israels, namentlich der BDS-Kampagne, und gegen die Diffamierung Israels als „Apartheidstaat“
10/2012
DIG-Hauptversammlung
Beschluss der DIG-Hauptversammlung, dass für das DIGmagazin künftig nicht mehr die Geschäftsführerin, sondern der Präsident verantwortlich zeichnen dürfe.
10/2012
Fehlbedarfsfinanzierung
Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestages zur Erhöhung der jährlichen institutionellen Zuwendung für die DIG als „Fehlbedarfsfinanzierung“
03/2013
Schmitt. Kommunikation
Auszeichnung des von der Agentur „Schmitt. Kommunikation“ kreierten DIG-Logos und Corporate Designs mit dem renommierten iF Communication Design Award
22/03/2013
Statuten für das junge Forum
Inkraftsetzung neuer, am aktualisierten Profil der Bundes-DIG angepassten Statuten für das Junge Forum bei Beibehaltung bewährter Aufgaben und Ziele
04/2013
Historische Bauhaus-Objekte
Proklamation der Rettung historischer Bauhaus-Objekte in Tel Aviv („White City“) als Leuchtturmprojekt der DIG
05/2013
DIG-Präsenz
Vielbeachtete DIG-Präsenz auf dem Evangelischen Kirchentag in Hamburg
06/2013
Zurückweisung gegen Marieluise Beck
Zurückweisung des Ausschluss-Begehrens dreier AGs gegen die GRÜNEN-Politikerin und ehemalige DIG-Vizepräsidentin Marieluise Beck durch das DIG-Präsidium
11/2013
DIG-Präsenz
Berufung von Lukas Welz (2010/14–2015) zum Vorsitzenden des Jungen Forums der DIG durch Briefwahl nach Neuaufsetzung rechtskräftiger Strukturen
19/02/2014
Ernst Cramer-Medaille
Erstmalige Verleihung der Ernst Cramer-Medaille durch die DIG an Israels Staatspräsident Schimon Peres im Jerusalemer Amtssitz
02/2014
Lukas Welz
Berufung von Lukas Welz (2010/14–2015) zum Zunehmende Sorgen regionaler Schatzmeister und AG-Vorsitzender über mögliche Kollateralschäden staatlicher institutioneller Förderung der DIG des Jungen Forums der DIG durch Briefwahl nach Neuaufsetzung rechtskräftiger Strukturen
07–08/2014
Proteste gegen Israel
Antisemitisch gefärbte Proteste gegen Israel, aber auch von der DIG sowie dem Jufo angestoßene bzw. unterstützte israelsolidarische Veranstaltungen und Kundgebungen während des Raketen- und Tunnelkriegs zwischen der Hamas und Israel
05/08/2014
Gitta Connemann
Mail-Ausladung von DIG-Vizepräsidentin Gitta Connemann von einer DGB-Veranstaltung am 07.09.2014 in Ostfriesland – nicht trotz, sondern wegen ihres Israel-Engagements
11/2014
Junges Forum
Aufwertung des Jungen Forums durch Satzungsänderung der DIG, der zufolge künftig alle Mitglieder bis zum 35. Lebensjahr zugleich Mitglieder des Jungen Forums sind
12/2014
Kündigung
Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses durch die langjährige Geschäftsführerin Hildegard Radhauer
10/05/2015
European Alliance for Israel
Gründung der „European Alliance for Israel“ in Berlin
11/05/2014
Deutsch-Israelischer Freiwilligendienst
Gründung des Deutsch-Israelischen Freiwilligendienstes, mit dessen Hilfe sich jedes Jahr Hunderte junger Menschen aus beiden Ländern in gemeinnützigen Einrichtungen im jeweils anderen Land engagieren und als „Botschafterinnen und Botschafter“ ihrer Heimatgesellschaften fungieren
08/2015
Mitgliederzahl DIG
Überschreiten der 5.000er-Schwelle bei der bundesweiten Mitgliederzahl der DIG
09/2015
Reinhold Robbe
Ankündigung seines Rückzugs aus allen Ämtern der DIG durch Präsident Reinhold Robbe und Eskalation der Spannungen in der DIG
15/10/2015
Wanderausstellung „Israelis & Deutsche“
Feierliche Eröffnung der DIG-Wanderausstellung „Israelis & Deutsche“ im Foyer des Deutschen Bundestages in Berlin – mit anschließenden Präsentationen an acht weiteren Standorten in Deutschland bis Ende 2016
29/10/2015
„Israelis & Deutsche“ in Tel Aviv
Eröffnung der hebräisch-sprachigen Fassung der DIG-Wanderausstellung „Israelis & Deutsche“ im traditionsreichen ehemaligen Bahnhof HaTachana in Tel Aviv – mit Präsentationen an drei weiteren Standorten in Israel bis Ende 2015
15/11/2015
DIG-Präsidium
Rücktritt des DIG-Präsidiums auf außerordentlicher Hauptversammlung und Neuwahl eines Präsidiums
15/11/2015
Hellmut Königshaus
Neuanfang der Bundes-DIG mit dem FDP-Politiker und ehemaligen Wehrbeauftragten des Bundestages Hellmut Königshaus als neuem Präsidenten (2015–2019)
15/11/2015
Organisatorische „Wahlfreiheit“
Tendenzbeschluss der Hauptversammlung zur organisatorischen „Wahlfreiheit“ der AGs und Bildung einer „Zukunftskommission“ zur Vorbereitung der Neuaufstellung der DIG
15/11/2015
Tibor Luckenbach
Ablösung von Lukas Welz als Jufo-Vorsitzender durch den Frankfurter Judaistik-Studenten Tibor Luckenbach (2015–2018)
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2016–2025
Dekade 6: Neuanfänge inmitten stürmischer Zeiten
Zwischen dem 50. und dem 60. Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen liegt ein Zeitraum, der zunächst fast vom „Business as usual“ bestimmt war: neue Präsidenten, Strukturdebatten, Jubiläen wie „70 Jahre Israel“ oder „100 Jahre Balfour-Deklaration“, gefolgt jedoch von der Corona-Epidemie und dem konsequenten Shutdown in Israel. Danach begannen zivilgesellschaftliche Proteste gegen die umstrittene Justizreform der israelischen Regierung.
Seit dem 7. Oktober 2023 ist Israel ein anderes Land. Die Welt gerät aus den Fugen und wird an vielen Orten für Israel und die Juden zum existenziellen Problem.
03.12.1965
Koordinierungstreffen
Bundesweites Koordinierungstreffen zur DIG-Gründung in Bonn – Auftakt zur Erarbeitung einer Satzung
02.11.1965
Pro-Israel-Verein
Treffen von West-Berliner Aktivisten des Pro-Israel-Vereins zwecks Gründung einer DIG
21.05.1965
Heinz Putzrath
Initiative zur Gründung einer DIG durch den Bonner SPD-Funktionär Heinz Putzrath
12.05.1965
Aufnahme diplomatischer Beziehungen
Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel
03.12.1963
Helmut Gollwitzer
Anregung zur Gründung einer „Deutsch-Israelischen Gesellschaft“ durch den West-Berliner evangelischen Theologen Helmut Gollwitzer
27.08.1962
„Worauf warten wir?“
Demonstration für deutsch-israelische Beziehungen in West-Berlin: „Worauf warten wir?“
07.09.1961
Pro-Israel-Vereinigung
Gründungsbeschluss „Pro-Israel-Vereinigung zur Förderung des deutschen Beitrags zum Aufbaus Israels e.V.“
14.03.1960
„unmögliche“ Freundschaft
Erstes Treffen von Konrad Adenauer und David Ben-Gurion im Hotel Waldorf Astoria in New York – Grundstein für eine „unmögliche“ deutsch-israelische Freundschaft
03/1960
Arbeitseinsätze in Kibbuzim
Verstetigung jugendlicher Arbeitseinsätze in Kibbuzim; Auftakt deutsch-israelischer Wissenschaftskooperation und Beginn regelmäßiger Israel-Besuche
01/1960
Unterschriftensammlung
Mehr als 3.000 Unterschriften „gegen antisemitische Vorfälle“ und „für Freundschaft und Verständigung mit Juden und dem Staat Israel“, organisiert durch die Berliner DIS
14.05.1959
Gründungsjubiläum
DIS-Festveranstaltung zum Gründungsjubiläum Israels im Audimax der FU Berlin
30.04.1958
Aktion Sühnezeichen
Evangelisch-synodaler Aufruf zur Gründung von Aktion Sühnezeichen (AS) auf Initiative von Lothar Kreyssig
12/1957
Panzer statt Diplomaten
Geheime Verhandlungen und mündliche Absprachen im bayerischen Rott am Inn über gegenseitige Rüstungslieferungen zwischen Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß und Staatssekretär Shimon Peres („Panzer statt Diplomaten“)
10/1957
Kibbuzim
Erste Delegationsreise von SDS- und DIS-Studierenden nach Israel: Auftakt von Arbeitseinsätzen studentischer Gruppen in Kibbuzim
28.06.1957
Deutsch-Israelische Studiengruppe
Gründungsversammlung der Deutsch-Israelischen Studiengruppe (DIS) an der FU Berlin
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