In deutsch-israelischen Lebenswelten zu Hause, geb. 1967 in Düsseldorf, engagiert sich seit 40 Jahren für die deutsch-israelischen Beziehungen und den bilateralen Jugendaustausch. Seit einem Freiwilligendienst in Israel und ihrer Studienzeit in Münster sowie Haifa in den späten 1980er Jahren begann sie, in der DIG und im Jugendforum seit dessen Gründung mitzuwirken. In der Doppelrolle als Vorsitzende des Jugendforums (1996–2001) und als Vizepräsidentin der DIG (1996–2002) hatte die Psychologin und Mediatorin einen prägenden Einfluss.
Beruflich war Mähler zunächst bei Aktion Sühnezeichen Friedensdienste für das Freiwilligenprogramm in Israel und Deutschland zuständig und setzte sich als Projektkoordinatorin für die Errichtung einer Internationalen Jugendbegegnungsstätte in der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Berlin ein. Seit 2001 leitet sie das in der Lutherstadt Wittenberg ansässige, bundesweit arbeitende Koordinierungszentrum für den Deutsch-Israelischen Jugendaustausch „ConAct – Gemeinsam Handeln“. Dieses ist die Facheinrichtung des Bundesjugendministeriums für den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel. www.ConAct-org.de. Christine Mähler lebt heute mit ihrer Familie in Berlin.
„Möchtet ihr zuerst die gute oder die schlechte Nachricht hören?“
Mit dieser Frage wurden wir morgens auf Begegnungsprogrammen des Deutsch-Israelischen Jugendforums in Israel empfangen. Sogleich erfuhren wir den Wetterbericht ebenso wie die neuesten, oftmals beunruhigenden Entwicklungen vor Ort. Michel Weinberg war es, der uns als langjähriger Vorsitzender des Israelisch-Deutschen Jungen Forums in den 1990er Jahren Land und Leute über viele Geschichten mit einer tiefgründigen Leichtigkeit nahebrachte, die für mich prägend war.
Christine Mähler. Originalbeitrag, Februar 2026
Über Unterschiede hinweg: verbunden mit Israel
Das Jugendforum der DIG war für mich rund 15 Jahre gedankliche Heimat und wichtigster Bezugspunkt meines Engagements. Nirgendwo sonst gab es Menschen, die sich ohne Wenn und Aber in enger Verbundenheit mit Israel und seinen Menschen sahen. Wir hatten unterschiedlichste politische Einstellungen von links nach rechts, zwischen Ost und West; unsere Bezüge zu Israel und unsere Visionen für Israel waren höchst unterschiedlich. Ja, oftmals haben wir uns die Köpfe heiß diskutiert – aber zum Schluss hatte jede Auffassung ihre Berechtigung. In der einen Sache – unserer persönlichen und emotionalen Verbundenheit mit Israel – waren wir uns einig.
Christine Mähler. Originalbeitrag, Februar 2026
